St. Andreas Katholische Kirchengemeinde Cloppenburg

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Konzert mit ChoRaLis am 28. März

Ein bedeutendes Konzertereignis
Das Ensemble ChoRaLis gibt am 28.3.2026 um 19:30 Uhr in St Bernhard, Emstekerfeld ein Konzert „Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuze“
Es handelt sich um eine große 7-sätzige Instrumental-Komposition von und mit dem Ensemble ChoRaLis. Dieses besteht aus Gerhard Koch-Darkow, Erich Radke und Karsten Klinker.

Diese Komposition basiert und ist inspiriert durch das Oratorium „ Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze von Joseph Haydn aus dem Jahre 1796. Die einzelnen Sätze der Komposition des Ensembles ChoRaLis sind Meditationen über die sieben letzten Worte für Orgel, E- & Akustic- Gitarren, Perc. und E-Piano umfassen:
Vater vergib Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Fürwahr ich sage dir, noch heute wirst du mit mir im Paradies sein
Frau siehe hier dein Sohn, Sohn siehe hier deine Mutter
Mein Gott, warum hast du mich verlassen
Ach. Mich dürstet
Es ist vollbracht
Vater in deine Hände empfehle ich meinen Geist

Die Musik meditiert über die Bibel-Zitate der sieben letzten Worte und entführt zeitlich, klanglich und musikalisch in den vorderen und mittleren Orient. Diese neu mit moderner Instrumentierung und modern rockiger Klangsprache geschaffene Meditations-Komposition des Ensembles ChoRaLis besteht aus fest auskomponierten musikalischen Motiven und Improvisationen, welche jedem Zuhörer Gelegenheit, Raum und Anregung bieten für eigene innere Bilder und Empfindungen.

Angestrebt wird mit dieser neu gedachten Interpretation der ursprünglichen Texte , dass jede(-r) Zuhörer(-in) über ihre/seine eigene individuelle Erfahrungswelt meditiert. Jeder einzelne Satz der sieben letzten Worte Jesu am Kreuze bietet anhand varirierender Betonung der einzelnen Satzbausteine unterschiedliche Möglichkeiten zur Reflektion über das gesagte, die eigene sehr persönliche Lebenssituation und Lebenserfahrung und das eigene Tun aus unterschiedlichen Perspektiven des Gesagten. Es bleibt dadurch das Suchen und Hinterfragen auf die immer wiederkehrenden Fragen nach Mein (habe ich einen Gott?)Gott und nach Gott(was und wer ist überhaupt Gott?), nach dem Warum( warum passiert, was gerade passiert?), nach dem hast du mich(die Beziehung des Ichs zu Gott) verlassen und nach dem Verlassen sein(die Frage nach dem
Sinn).

In unseren Kompositionen geschieht dies so. Dargestellt am Beispiel des 4. Wortes:
Mein Gott, warum hast du mich verlassen
Mein Gott, warum hast du mich verlassen
Mein Gott, warum hast du mich verlassen
Mein Gott, warum du mich verlassen
Mein Gott, warum hast du mich verlassen

Intention der Kompositionen
Am Ostersonntag feiern die Christen, die Auferstehung Jesu und den Sieg des Lebens über den Tod. Nach dem Matthäus Evangelium kamen Maria Magdalena und eine weitere Frau namens Maria zum Grab Jesu. Sie sahen, dass der Stein, mit dem das Grab verschlossen wurde, zur Seite gewälzt war. Ein Engel verkündete, dass Jesus nicht hier, sondern auferstanden sei. Als die Frauen sich auf den Weg machten, um den Jüngern davon zu
berichten, begegneten sie Jesus, der zu Ihnen sprach. Unsere aktuelle Komposition ist entstanden unter dem Eindruck der aktuellen internationalen,
kulturellen, sozialen und politischen Krisen und Verwerfungen, der Gegenwart und der Hoffnung, diese gemeinsam überwinden zu wollen und zu können. Die Aufgaben, von denen die Menschheit steht, sind die Bewältigung von Hungersnöten, Kriegen zwischen den Völkern wegen unterschiedlicher Weltanschauungen und kultureller Identitäten, dem Paradigmenwechsel vom ungebremsten Wachstum hin zu neuer Demut und
Bescheidenheit, dem Respekt vor der Schöpfung und dem allgemeinen Werteverfall zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Gruppierungen. Vor dem Hintergrund der sieben letzten Worte bekommen die Worte „Mich dürstet“ oder auch “Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ u. a. eine ganz neue Bedeutung.

Was können, sollen oder müssen wir in diesen Tagen tun? Wie und wo finden wir das verheißene Paradies? Bleibt es Fiktion oder kann es Wirklichkeit werden? Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuze sind in diesem Zusammenhang Ruhepol und Reflektionsquell zugleich. Weg vom Egoismus hin zum Altruismus formulieren die sieben letzten Worte, die große Hoffnung auf ein friedvolles Zusammenleben und die Überwindung von Tod und Stagnation. In den sieben letzten Worten sind Antworten auf Fragen zu den unauflöslich erscheinenden Konflikten der Gegenwart enthalten. Man kann die sieben letzten Worte gleichsam auch als politischen Leitfaden nutzen. Dies gilt für die persönliche wie auch die gesamtgesellschaftliche Ebene.